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Steuerbetrug mit manipulierten Kassen verursacht massive Schäden

Nach wie vor entgehen dem Fiskus Milliardenbeträge durch systematischen Steuerbetrug mit Kassen. Wir haben Ursachenforschung betrieben und erörtern die Möglichkeiten, den Schaden zu umgehen.

Die Zahlen sind eindeutig: Systematischer Steuerbetrug mit manipulierten Registrierkassen ist ein durchaus verbreitetes, ernstzunehmendes Problem. Die zuständigen Behörden beziffern den so entstandenen Schaden für die Staatskasse auf bis zu zehn Milliarden Euro pro Jahr.

Um dem Problem für die Volkswirtschaft Herr zu werden, dürfen alle Kassen in Deutschland ab 2020 nur noch mit einer zertifizierten Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) und einem entsprechenden Datenexport zum Finanzamt betrieben werden.

Kampfansage an Steuerhinterzieher

Mit dem neuen Gesetz zum Manipulationsschutz von Kassensystemen ist ab spätestens Januar 2020 ausgeschlossen, dass windige Unternehmer nachträgliche Veränderungen an den gespeicherten Daten vornehmen. Zudem gilt dann eine generelle Belegausgabepflicht für jeden Verkauf, den Sie tätigen. Die Belegausgabepflicht in Verbindung mit der TSE ermöglicht eine sofortige Prüfung auf Korrektheit bei Testkäufen der Kassennachschau.

Mit der neuen Gesetzeslage ändern sich aber die Rahmenbedingungen, das Problem der Steuerhinterziehung könnte bald schon ganz der Vergangenheit angehören. In Zukunft wird der Steuerbetrug unter anderem durch die Art der Erfassung jeder Transaktion und mit einer Standardisierung bei Form und Inhalt aller Einzelbewegungen sowie dem Tagesabschluss unmöglich gemacht.

Technik legt Betrügern das Handwerk

Der Bundesrechnungshof geht von einem jährlichen Schaden in der Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro für die Allgemeinheit aus. Denn um ihre Einnahmen zum eigenen Vorteil zu manipulieren, erfassen manche Unternehmer Umsätze falsch oder schlicht und einfach gar nicht. Derzeit werden künftige Standards eingehend geprüft, um bundesweit mit manipulationssicheren Kassen den systematischen Betrug zu unterbinden.

Seit März 2016 entwickelte eine Arbeitsgruppe des Deutschen Fachverbands für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik (DFKA) eine entsprechende Taxonomie – mit dem Anspruch, den Austausch der Daten, das Archivieren, die automatisierte Weiterverarbeitung in der Buchführung und auch die hieb- und stichfeste Prüfung durch Finanz- und andere zuständige Behörden einfacher zu machen.

Chance auf Manipulation komplett nehmen

Es erhöht sich nicht nur der Verfolgungsdruck der Behörden durch deutlich erleichterte und damit viel schnellere Ermittlungen; das jetzige Konzept hat das Ziel, jede Möglichkeit für eine Manipulation an Kassen komplett auszuschalten und die Betrugsversuche schon im Keim zu ersticken. Nach den Plänen des Gesetzgebers wird also ab 2020 ein wasserfester Manipulationsschutz durch ein zertifiziertes Sicherheitsmodul in allen elektronischen Registrierkassen jedwede Änderung einmal gebuchter Vorgänge verhindern; konkret ermöglicht durch die Kombination eines einheitlichen, vom Hersteller unabhängigen Sicherheitsmoduls, das alle anfallenden Buchungen codiert aufzeichnet mit einem Speichermodul und einer digitalen Schnittstelle für die Finanzbehörden.

Feldversuch sorgt für Datenbasis

Aktuell wird das entwickelte Verfahren unter Praxisbedingungen getestet und die bei der Implementierung möglichen Herausforderungen genau untersucht. Unter der Schirmherrschaft des DFKA nimmt Samuelson gemeinsam mit Finanzbehörden und anderen Kassenherstellern an dem Feldversuch zur TSE teil. Neben der Beweisführung für die technische Machbarkeit sammeln wir dabei wichtige Praxiserfahrung und können auf dieser Grundlage den Herstellern der TSE sowie den Behörden möglicherweise noch vorhandene Lücken aufzeigen, damit diese bis Januar 2020 geschlossen werden.

Auf die passende Lösung setzen

Auch wenn nach dem Stichtag noch eine kurze Übergangsregelung für alle die nach 2010 gekauften elektronischen Kassen greift, für die eine Nachrüstung nicht möglich ist, empfiehlt es sich aber schon jetzt, auf eine zeitgemäße Kassensoftware zu setzen, die umfangreiche Kassen-, Warenwirtschafts- und Marketingfunktionen bietet. Auf PC-Kassen basierende Lösungen müssen ab 01.01.2020 alle Anforderungen erfüllen.

Expertise für Ihren Erfolg

Samuelson ist vorbereitet auf jede mögliche anstehende Entwicklung. In der DFKA-Arbeitsgruppe haben wir unsere Expertise für Sie noch weiter geschärft. Eines der Hauptziele unserer Anstrengungen dabei war, den Nachweis zu führen, dass die Taxonomie unter alltäglichen Bedingungen umsetzbar ist und die auf dieser Basis erhobenen Daten grundsätzlich tauglich sind für Betriebsprüfungen. Außerdem wurden in der Arbeitsgruppe die Interoperabilität verschiedener Systeme und der zu erwartende Gesamtaufwand bei Anwendung der Taxonomie mit TSE unter die Lupe genommen und exakt getestet.